Rundgang durch den Schlosspark
Ein Spaziergang durch den Schlosspark Schwanberg
Der Schlosspark Schwanberg bezaubert die Besucher zu jeder Jahreszeit. Er gehört zu den wenigen Schlossparks, die zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts angelegt wurden. Ein Spaziergang durch den acht Hektar großen Park ist ein Ausflug in die Geschichte der Gartenkunst, denn die Stilmittel und Gestaltungsauffassungen der zwanziger Jahre sind hier stimmungsvoll inszeniert.
Seit 2009 sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Gange, die den Erhalt des Schlossparks Schwanberg langfristig als wichtiges Gartendenkmal sichern.
Der innere Bereich des
Schlossparks Schwanberg
Die Allee
Der innere Teil des Parks ist streng formal gestaltet. Eine große Lindenallee durchzieht als zentrale Achse den Park in seiner gesamten Länge. Ein Spaziergang entlang der Allee ist immer ein Erlebnis:
Wandern Sie im Frühling unter dem zarten Grün der erwachenden Linden, genießen Sie im Sommer die schattige Kühle unter dem Dach der Allee, schreiten Sie im Herbst auf dem goldenen Teppich des Lindenlaubes und freuen Sie sich im Winter an den bizarren Kronenformen der Alleebäume.
Das Rondell
Die Allee ist in ihrem Verlauf von verschiedenen Plätzen unterbrochen. Gleich hinter dem Haupteingang öffnet sie sich zum Rondell. Hier steht der Obelisk im Mittelpunkt, der an den Erbauer des Parks, Alexander Graf zu Castell-Rüdenhausen erinnert.
Wer die vier Jahreszeiten zu Gesicht bekommen möchte, wird am östlichen Ende des Rondells in der Allee fündig. Vier kleine Putten aus Sandstein verkörpern Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Der Mittelpunkt des Parks
Die Mitte des Parks ist mit dem größten Platz markiert. Der markante Neptunbrunnen ist als zentrales Element schon von Weitem sichtbar. 2010 wurde das Neptunbassin erneuert und der gesamte Platz in seine ursprüngliche Form gebracht. Verschiedene Ausstattungselemente schmücken den Platz. Steinerne Balustervasen, markante Einzelgehölze, ein Aussichtsbalkon, eine Pergola aus Sandstein des Schwanbergs und ein Hubertushirsch aus Bronze sind wirkungsvoll in die Gestaltung der großen, offenen Fläche eingebunden.
Viele der Figuren und Putten entstanden in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts und wurden von Bildhauern eigens für den Schlosspark Schwanberg gefertigt. So markieren die beiden berühmten Sagengestalten des Schwanbergs - Hadeloga und Pippin - als steinerne Wächter der Eingang des Schlossparks. Auch kaufte man damals eine beträchtliche Zahl von Sandsteinputten zu, die heute allerdings nicht mehr im Schlosspark stehen.
Der Schlusspunkt
Die Allee endet im Osten mit einem Bauwerk. Sein rotes, kuppelförmiges Dach ist schon vom Eingang aus zu erkennen und gehört zum Mausoleum. Dort liegen Alexander Graf zu Castell-Rüdenhausen, seine Frau Margaretha und sein Sohn Radulf Graf zu Castell-Rüdenhausen begraben.
Der Friedhof der Communität Casteller Ring
Auf dem Weg zwischen dem Neptunbrunnen und dem Mausoleum liegt etwas versteckt im Wald ein kleiner Friedhof für die Schwestern der Communität Casteller Ring. Hohe Bäume rahmen die kleine Lichtung ein und geben dem Platz eine würdige und stimmungsvolle Atmosphäre.
Der äußere Bereich des Schlossparks Schwanberg
Wenn Sie das Innere
des Parks durchstreift und die erhabene Stimmung der Lindenallee genossen
haben, wenn Sie Neptuns Dreizack haben sprudeln sehen und ein Erinnerungsfoto
vom Hubertushirsch geknipst haben, dann können Sie auf dem ausgeklügelten
Wegenetz auch den äußeren Teil des Parks genießen.
Hier ist die Gestaltung der Landschaft angepasst. Die Wege sind schmal und verschlungen und führen abwechslungsreich durch offenen Wiesen und geschlossene waldartige Bereiche. Auch hier warten einige Attraktionen auf die Besucher.
Der Prinzessinnensee
Die Ufer des Prinzessinnensees dienten einstmals als romantischer Sitzplatz, der einen Blick auf Wälder und Wiesen freigab. Im Zuge der Parksanierung wird dieser Platz in absehbarer Zeit wieder erlebbar gemacht werden.
Die Aussichtskanzel und das Alpinum
Der nordwestliche Teil des Parks bietet attraktive Aussichtspunkte in das Tal. Deshalb entstand zwischen den hohen Bäumen des Waldes eine Aussichtskanzel aus Sandstein.
Vom Alpinum ist heute zwar kaum mehr etwas zu sehen, aber vielleicht entdecken Sie ja noch Spuren davon. Es liegt ganz in der Nähe der Aussichtskanzel.
Nähere Informationen zum Schlosspark Schwanberg, zu seinen Erbauer, zur Gestaltung und zur Gartenarchitektur finden Sie in unserer Broschüre zum Park, die wir Ihnen gerne zusenden.
Ab Frühjahr 2011 gibt es ein monatliches Veranstaltungsprogramm im Schlosspark. Wenn Sie einen Besuch auf dem Schwanberg planen, können Sie hier eine Führung durch den Schlosspark buchen.


