Interessierte lernen als Tagungsteilnehmer, als Einzelgast oder mithelfender Gast auf dem Schwanberg das Leben und Arbeiten der Communität Casteller Ring kennen. Im Gespräch mit der Oblatenschwester und im Kontakt mit Oblatinnen und Oblaten informieren sie sich über Sinn und Ziel dieser Berufung und klären so ihren Wunsch nach mehr Nähe zur Communität Casteller Ring.

Kandidatinnen/Kandidaten: Die an einem weiteren Weg Interessierten stellen in Absprache mit der Oblatenschwester den Antrag auf Aufnahme in die Zeit der Kandidatur. Kandidatinnen und Kandidaten werden zu den Oblaten-Wochenenden eingeladen und machen sich den Oblatinnen und Oblaten als ihrer zukünftigen Weggemeinschaft bekannt. Der Schwerpunkt in dieser Zeit liegt auf dem vertraut werden mit dem Stundengebet der Kirche und dem gregorianischen Gesang. Die Form des eigenen geistlichen Lebens kommt in den Blick.
Die Zeit der Kandidatur dauert in der Regel ein Jahr bzw. beinhaltet die Teilnahme an mindestens zwei Wochenenden der OblatInnen.

Probezeit als Oblatin/Oblate der Communität Casteller Ring: Nach der Zeit der Kandidatur klärt die Kandidatin/der Kandidat das Weitergehen mit der Oblatenschwester. Es erfolgt ein Antrag auf Aufnahme in die Probezeit mit einem Rückblick auf den inneren Weg während der Zeit der Kandidatur. Die Oblatenschwester entscheidet mit den Delegierten über die Aufnahme in die Probezeit. Die Aufnahme erfolgt im Kreis der OblatInnen. In dieser Zeit liegt der Schwerpunkt auf dem vertraut werden mit der Regel des Hl. Benedikt. Nach Möglichkeit suchen sich die Oblatinnen und Oblaten eine geistliche oder seelsorgliche Begleitung vor Ort oder auf dem Schwanberg. Die Probezeit umfasst in der Regel ein Jahr bzw. zwei Treffen der OblatInnen.

Feier der OblationAufnahme als Oblatin/Oblate der Communität Casteller Ring: Nach der Probezeit klärt die Oblatin/der Oblate in der Probezeit das Weitergehen mit der Oblatenschwester. Es erfolgt ein Antrag auf Oblation mit einem Rückblick auf den inneren Weg während der Probezeit und einer Begründung für den verbindlichen Schritt der Oblation. Nach einem persönlichen Gespräch mit der Priorin der Communität Casteller Ring entscheidet diese mit der Oblatenschwester und den Delegierten über die Aufnahme als Oblatin/Oblate.
Die Feier der Oblation erfolgt im Rahmen einer Gebetszeit der Communität Casteller Ring. In der Feier der Oblation beantworten die angehenden Oblatinnen und Oblaten folgende Fragen jeweils mit den Worten „Ja, mit Gottes Hilfe“:

Sie haben nach einer Zeit der Prüfung den Wunsch geäußert, als Oblatin der Communität Casteller Ring zu leben. Sie haben den Antrag gestellt und uns dabei Einblick gegeben in den Weg während der Probezeit.

Und nun fragen wir Sie:

  • Wollen Sie an Ihrem von Gott gewiesenen Platz in geschwisterlicher Beziehung zu uns stehen und uns unterstützen im Gebet?
  • Sind Sie bereit, Ihr Leben in der Anbetung Gottes und unter der Führung des Evangeliums zu gestalten und in allem wahrhaft Gott zu suchen?
  • Sind Sie bereit, immer wieder geistliche Begleitung in Anspruch zu nehmen, um Ihre Gottesbeziehung zu klären und zu vertiefen?

Als Zeichen der Zugehörigkeit empfängt die Oblatin/der Oblate das „Oblatenzeichen“.
Bei den Gebetszeiten sind sie eingeladen – soweit freie Plätze vorhanden sind – beidseitig neben den Schwestern im Chorgestühl zu sitzen.